Teilen Sie uns Ihren persönlichen Eindruck zur Ausstellung »München: KlimaRegeln« mit. Was hat Ihnen gefallen? Wo sind für Sie Fragen offen geblieben?

2 Antworten zu “Feedback zur Ausstellung”
  1. Kuno Kübler sagt:

    Gefährdung der Existenzgrundlagen durch Wachstumszwang

    Kaum einer hinterfrägt, wieso die Wirtschaft ständig wachsen muss, um unseren Lebensstandard zu halten. In der Ausstellung vermisse ich das Jahresthema “Geld” (http://www.bene-muenchen.muc.kobis.de/cms/front_content.php).

    Das weltweite Geldsystem mit dem Zinseszins-Effekt ist Hauptverursacher der ökologischen und sozialen Katastrophen.

    Wir brauchen ein anderes Geldsystem ohne exponentielle Wachstumsfunktion ! Selbst Frederic Vester als Wegbereiter des vernetzten Denkens hat sich dieses Themas nicht explizit angenommen. Ein Tabuthema also? Es schreit nach Aufklärung…
    Das Buch “Der Nebel um das Geld” von Bernd Senf könnte nicht treffender tituliert sein.

  2. Walter Wesinger sagt:

    Wirtschaftlicher Wachstumszwang konterkariert Klimaschutzbemühungen

    Mir geht es wie Herrn Kübler – ich verstehe nicht, warum kaum einer fragt, warum unsere Wirtschaft ständig wachsen muss. In einer endlichen Welt kann nichts ewig wachsen. Zwanghaftes Wirtschaftswachstum fordert Konsum, wo kein echter Bedarf vorhanden ist und belastet die Umwelt / das Klima mit immer höheren Emissionen.
    Bei einem sogenannten “Nullwachstum” hätten wir in einem Jahr soviel “Volksvermögen” erwirtschaftet wie im Jahr davor – bei unserem relativ hohen Lebensstandard müsste das eigentlich für alle Bürger auskömmlich sein.

    Inzwischen weiß ich, dass die Wirtschaft ständig wachsen muss, um die exponentiell ansteigenden (großen) Geldvermögen zu finanzieren (Veröffentlichungen von Prof. Margrit Kennedy, Helmut Creutz u.a.). Neben den oben genannten Schäden für Umwelt und Klima kommt ein verheerender sozialer Effekt dazu, indem unser weltweites Geldsystem mit seinen “positiven” Zinsen dafür sorgt, dass Geld in immer größerem Umfang von den Arbeitenden zu den Geldbesitzern fließt und damit die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter öffnet.

    Ein Ausweg aus dem Wachstumszwang liegt in der Nutzung von Währungen, die kein exponentielles Wirtschaftswachstum erfordern, da sie keine “positiven” Zinsen haben. Diese Währungen werden als “Komplementärwährungen” bezeichnet, weil sie parallel zur vorhandenen “Zinswährung” eingeführt werden können. Mit ihnen lassen sich sowohl ökologische als auch soziale Ziele viel besser erreichen als mit der normalen Zinswährung. Beispiele dafür gibt es in Deutschland inzwischen viele, siehe (http://www.regiogeld.de).

    Ich hoffe sehr, dass einflussreiche Entscheidungsträger sich des Themas annehmen und damit einen Schritt in Richtung einer wirklich nachhaltigen Wirtschaft getan wird.

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